Minbar Ibn Rushd – Heft 21 Frühjar 2018

Sadiq Jalal al-Azm gilt als einer der Wegweiser der Arabischen Moderne und ein herausragender Gelehrter des kritischen Denkens in der arabischen Welt.
Große Bekanntheit erlangte al-Azm durch seine 1968 und 1969 erschienenen Werke Selbstkritik nach der Niederlage und Kritik des religiösen Denkens, mit denen er zentrale Dogmen des politischen und des religiös-kulturellen Diskurses innerhalb der arabischen Gesellschaft radikal angriff. Dieses Buch und sein bereits 1965 erschienener Essay „Satans Tragödie“, mit dem er das traditionelle islamische Verständnis der Verantwortung Gottes für das Böse in Frage stellte, führten zu einer durch den örtlichen Mufti ausgesprochenen Fatwa, die ihn der Apostasie für schuldig befand und in religiösen wie akademischen Kreisen für Aufruhr sorgte.

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Minbar Ibn Rushd – Heft 15 Frührjahr 2014

Liebe Leser, Das Thema der arabischen Revolution und der aus ihr sich entwickelten Geistesströmungen und politischen Folgen war über mehrere Ausgaben hinweg und ist nach wie vor Gegenstand unseres Interesses. Unser Magazin hat von jeher den dringenden Aufruf zur Veränderung unterstützt und hält daran fest.In dieser Ausgabe werden einige der komplexen Probleme in der arabischen Welt behandelt.

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Minbar Ibn Rushd – Heft 11 Winter 2010/2011

In unserer Winterausgabe legen wir den Schwerpunkt auf das Leben von Muslimen in der Diaspora. Die Probleme der Integration werden aus drei Perspektiven beleuchtet. Gari Pavkovic ist Integrationsbeauftragter der Stadt Stuttgart und Mitglied der DIK. Er hat sich jahrelang im Stuttgarter Ausländerausschuss für humanitäre Projekte während des Kriegs in Bosnien-Herzegowina engagiert. Dr. Hamid Fadlalla ist Arzt und Geschäftsführer der Organisation für Menschenrechte in den arabischen Staaten (OMRAS/D). Und Ghassan Ibrahim ist Chef-Redakteur der in London herausgegebenen Wochenzeitung al-Arab al-Usbu’i.

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Minbar Ibn Rushd – Heft 06 Herbst 2004

Am 28. August 2004 fand in Oxford die 14. Jahrestagung des „Project for Democracy Studies in the Arab World“ statt. Dieses Treffen arabischer Wissenschaftler ist bemerkenswert, hat es sich doch mit den Jahren als hochgeachtetes Forum moderner arabischer Intellektueller etabliert. Auf wissenschaftlicher Ebene setzt man sich dort mit Themen auseinander, die die gesamte arabische Welt bewegen, um Auswege für scheinbar endlose Probleme zu finden. Auffallend ist dabei, dass das Forum, das im Herzen Europas gegründet wurde, von Anfang an ein Forum von Arabern für Araber ist. Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz war das Thema „Despotismus und Gewalt in den politischen Herrschaftssystemen der modernen arabischen Welt“.

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Minbar Ibn Rushd – Heft 04 Frühjahr 2003

In Zeiten, in denen Wörter wie „Freiheit“ und „Demokratie“ im Zuge des Kampfes um Vorherrschaft über Ölreserven der Welt dermaßen mißbraucht werden – insbesondere von Staaten, die man bisher als Vorbild des demokratischen Gedankens hielt -, stehen diejenigen, die bisher an die demokratische Verfassung und an das Recht auf Freiheit jedes Bürgers und jeder Nation glaubten, ratlos da.

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