Gründungsgeschichte

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Beweggründe für die Gründung des Ibn Rushd Funds

Vor etwa hundert Jahren rief Khayr ad-Din at-Tunisi, Mohamed Abduh, Gamal ad-Din al-Afghani und Abdul Rahman al Kawakibi zu Fortschritt, soziale Reformen und Aufklärung in der islamischen arabischen Welt auf. Damals erschien es möglich, die dominierend westliche Zivilation,  sei es in Theorie und Praxis, einzuholen.

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Gründungsgeschichte

Der Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought gab seine Gründung am 10. Dezember 1998 auf einer Pressekonferenz im ‚Haus der Kulturen der Welt‘ in Berlin bekannt. Der 10. Dezember 1998 war gewählt worden, da er zugleich den 800. Todestag des großen arabischen Philosophen Ibn Rushd (alias Averroes) und das 50jährige Jubiläum der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vereint.

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Averroes

statue ibn rushd

1126(520 der Higra, isdlamischer Zeitrechnung) geboren in Cordoba, Spanien.

Studien in Rechtswissenschaft und Heilkunde.

1169 (565 d.H.) Berufung zum Richter (Kadi) in Sevilla; Übersetzung von de Anima von Aristoteles.

1171 Versetzung nach Cordoba, wo er zehn Jahre das Richteramt innehatte. Während dieser Zeit schrieb er Kommentare und Interpretationen über Werke des Aristoteles, so unter anderem die Metaphysik, und zu Platos Politeia.

1182 ((578 d.H.) Berufung als Leibarzt an den Hof von Marrakesh, bald aber mit dem Titel eines Großkadi nach Cordoba zurückgesandt.

Ibn Rushd fiel infolge des Widerspruchs, den die Theologen gegen seine Schriften erhoben hatten, in Ungnade und wurde, nachdem man ihn verschiedener Häresien angeklagt hatte und einem Verhör unterzogen hatte, nach Lucena bei Cordoba verbannt. Gleichzeitg befahl der Khalife, die Bücher des Philosophen mit Ausnahme der Schriften über Heilkunde, Arithmetik und elementare Astronomie zu verbrennen (um 1195). Wenig später hob er den Verbannungsbefehl auf und berief Ibn Rushd wieder zu sich nach Marrakesh. Die Kommentare des Ibn Rushd erregten auch hohe Bewunderung in Europa, selbst bei den Theologen, die in seinem System eine Gefahr für den Glauben erblickten. Ibn Rushd wurde im XIII. Jahrhundert von den Bischöfen von Paris, Oxford und Canterbury verurteilt aus Gründen ähnlich denjenigen, die seine Verurteilung bei den orthodoxen Muslimen Spaniens bewirkt hatten.

Am 10. Dezember 1198 (9. Safar 595 d.H.) starb Ibn Rushd in Marrakesh.

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